Familie & Schwangerschaft

Forscher machen menschliche Organe transparent – um sie zu nachzudrucken und zu transplantieren

So sieht er aus, der Meilenstein auf dem Weg dahin, menschliche Organe im 3-D Drucker herstellen zu können. Neurobiologe Dr. Ali Ertürk und sein Team haben ein chemisches Verfahren entwickelt, um Organe durchsichtig machen zu können. Wie etwa bei dieser Maus, oder dieser menschlichen Niere. Danach werden sie bis ins Detail von einem Laserscanner erfasst und in einen Druckauftrag für den 3D Drucker umgerechnet. Die Forscher im Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität in München könnten dabei einen Durchbruch für die Zukunft von Organtransplantationen und die Behandlung von Krebs gelingen. „Der Laser scannt von Oben bis unten, und ermöglicht es uns jede einzelne Krebszelle im Organ zu beobachten.“ „Wir können außerdem die Behandlung beobachten, ein Krebsmedikament sollte die erkrankte Zelle finden und töten, richtig? Wir können jetzt zum ersten Mal diese Interaktion zwischen Medikament und Zelle beobachten, weshalb wir ab jetzt viel bessere Krebsmedikamente entwickeln können, weil wir sehen, was funktioniert und was nicht.“ Um das Organ zu drucken wird eine sogenannte „Biotinte“ benutzt, die ebenfalls in dem Forschungsinstitut entwickelt wurde und aus Trägerstoff und Zellmaterial besteht. Laut Ali Ertürk fehlte es andernsorts Organen aus dem 3D Drucker bisher an Details, weil sie auf Aufnahmen aus der Computer- oder Kernspinttomographie basierten. „Wir sind weltweit die einzigen mit der Technik, um gesamte menschliche Organe transparent zu machen, und sie Zelle für Zelle abzuscannen. Ich glaube deshalb, dass wir näher dran sind echte Organe drucken zu können, als irgendjemand sonst in der Welt.“ Ertürks Team will in den nächsten 2 bis 3 Jahren eine Bauchspeicheldrüse, und in den nächsten 5 bis 6 Jahren eine Niere drucken.

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