Gesundheit

Neuer Rahmenvertrag: Muss der Importumsatz verdoppelt werden?

Wasbedeutet die mit dem neuen Rahmenvertrag geänderte Importquote für denApothekenalltag? Der MVDA erwartet, dass die Apotheken ihren Umsatz mit Importenverdoppeln müssen. Darin sieht der MVDA allerdings kein Problem, sondern derMarketingverein wirbt bei seinen Mitgliedern für die Vorteile der Importe.

Derneue Rahmenvertrag für die Abgabe von Arzneimitteln zulasten der GKVbeschäftigt die Apotheker derzeit stark. Daraufhin befasst sich auch derMarketing Verein Deutscher Apotheker (MVDA), die Dachorganisation derLinda-Apotheken, mit diesem Thema. In einem Schreiben des Marketingausschussesan die Mitgliedsapotheken, das DAZ.online vorliegt, geht es detailliert um dieneuen Regelungen zu Importen. 

HoheEinsparungen für die Solidargemeinschaft

DerMVDA betont darin, jede Apotheke spare durch die Abgabe von Importen jährlich14.000 Euro für die Solidargemeinschaft. Diese Zahl ergibt sich aus jährlichenEinsparungen von insgesamt 264 Millionen Euro, die in einer Prognos-Studie imAuftrag des Verbandes der Arzneimittelimporteure Deutschlands (VAD) ermitteltworden war. Die indirekten Einsparungen waren in der Studie sogar mit 2,6Milliarden Euro beziffert worden. Der MVDA stützt sich damit auf die bekannte Argumentation desVerbandes der Importeure.

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Bemerkenswerterscheint eine weitergehende Aussage im Schreiben des MVDA: Demnach entspreche diezuvor geltende umsatzbezogene Importquote einem Einsparziel von umgerechnetetwa 1 Prozent. Daher müssten die Apotheken ihren Umsatz mit Importen verdoppeln,um die neue Quote zu erfüllen, folgert der MVDA. In diesem Zusammenhang betontder MVDA, Importarzneimittel würden weiterhin den Ertrag der Apothekensteigern.

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