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COVID-19: Massive Lungenschädigungen als Todesursache – Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal

Lungenschäden: Wichtige Aufschlüsse über Todesursache von Corona-Patienten

Der größte Teil der Menschen, die sich mit dem COVID-19-Erreger, dem Coronavirus SARS-CoV-2, angesteckt haben, zeigen nur milde Symptome. Doch bei manchen Patientinnen und Patienten kann die Erkrankung auch einen schweren Verlauf nehmen und zum Tod führen. In einer neuen Studie hat sich nun gezeigt, dass oft schwere Lungenschädigungen für den Tod der Erkrankten ursächlich sind.

Erst kürzlich berichteten Forschende aus Deutschland und den USA, das COVID-19 die Lungen anders schädigt als eine Influenza. Wie stark die Lungen bei vielen Corona-Patientinnen und -Patienten geschädigt werden, haben nun auch Obduktionen von COVID-19-Verstorbenen gezeigt.

Massiv beeinträchtigte Sauerstoffaufnahme der Lungen

Wie die Universität Augsburg in einer aktuellen Mitteilung schreibt, zeigt eine Studie des Augsburger Universitätsklinikums, dass das Lungengewebe von COVID-19-Verstorbenen irreversibel geschädigt ist.

Ursache der Schädigungen war das Coronavirus, dessen Erbgut noch in den Atemwegen nachgewiesen werden konnte.

Lungenschädigungen durch die maschinelle Beatmung konnten als Ursache weitgehend ausgeschlossen werden, da mehr als die Hälfte der Patientinnen und Patienten nicht künstlich beatmet wurde.

Die massiv beeinträchtigte Sauerstoffaufnahme der Lungen führte laut den Fachleuten schließlich zum Tod der Erkrankten.

Die Studienergebnisse wurden vor kurzem in der renommierten Fachzeitschrift „Journal of the American Medical Association“ (JAMA) veröffentlicht.

Fast alle Verstorbenen wurden obduziert

Die Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 verläuft in der Mehrzahl der Fälle als wenig komplikationsträchtige Erkrankung der oberen Atemwege, insbesondere des Rachens.

Einige der Infizierten entwickeln jedoch eine Lungenentzündung, die in einem geringen Anteil der Fälle so schwer verläuft, dass eine künstliche Beatmung erforderlich wird. Trotz aller intensivmedizinischer Maßnahmen versterben Patientinnen und Patienten an dieser Erkrankung.

Ein interdisziplinäres Ärzteteam um die Augsburger Pathologin Dr. Tina Schaller führte seit dem 4. April diesen Jahres 19 Obduktionen an verstorbenen Patientinnen und Patienten mit COVID-19 durch.

Dank einer sorgfältigen Aufklärung der Angehörigen konnte in Augsburg eine Obduktionsrate von annähernd 90 Prozent der Todesfälle erreicht werden, was den Ärztinnen und Ärzten eine unverfälschte Beurteilung ermöglichte.

Erbgut des Virus im Atemwegssystem nachgewiesen

„Bei den Untersuchungen konnten wir das Erbgut des Virus noch im Atemwegssystem der Verstorbenen nachweisen“, erläutert Dr. Schaller, leitende Oberärztin und Erstautorin der Studie.

Den Angaben zufolge zeigte sich im Lungengewebe selbst durchweg eine ungewöhnlich schwere, teils mutmaßlich irreversible Schädigung.

Das Ärzteteam sieht diese Veränderung als Todesursache an, weil hierdurch die Sauerstoffaufnahme durch die Lungen zur Versorgung der Organe massiv beeinträchtigt ist.

Mit den Auswirkungen der SARS- und MERS-Erkrankungen vergleichbar

„Die wichtigste Erkenntnis aus der ersten Analyse ist, dass die beschriebenen Lungenschädigungen offensichtlich nicht eine Komplikation der Beatmung darstellen“, so Prof. Dr. Bruno Märkl, Direktor des Instituts für Pathologie und Molekulare Diagnostik des Universitätsklinikums Augsburg sowie Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine und Spezielle Pathologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg.

„Vielmehr entstehen sie unabhängig von dieser intensivmedizinischen Maßnahme am ehesten direkt durch die virale Schädigung. Alle Patienten litten an schweren Grunderkrankungen, die jedoch nicht unmittelbar zum Tod führten“, erklärt der Mediziner.

Laut der Mitteilung konnten in den übrigen Organen keine augenscheinlich schweren Veränderungen nachgewiesen werden.

Die durch das Coronavirus SARS-CoV-2 hervorgerufenen ausgeprägten Lungenschäden sind vergleichbar mit den Auswirkungen der SARS- und MERS-Erkrankungen. (ad)

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