Gesundheit

Die Corona-News des Tages

Lesen Sie heute im Corona-Newsticker: Ärztekammer warnt wegen Delta-Variante vor riskanten Reisezielen / 

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie überschlagen sich an manchen Tagen die Nachrichten zu COVID-19. 

Um Ihnen den Überblick zu erleichtern, bietet DAZ.online Ihnen hier einen Überblick über die wichtigsten Corona-News des Tages – direkt aus dem News-Kanal der Deutschen Presse-Agentur. 

3:50 Uhr

Immunologe: Ausbreitung von Delta-Variante Gefahr für Herdenimmunität

Berlin (dpa) – Die befürchtete Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in Deutschland könnte einem Experten zufolge das Erreichen von Herdenimmunität weiter erschweren. „Delta ist noch ein Stück ansteckender als die derzeit vorherrschende Virusvariante Alpha. Anhand der bisherigen, noch unsicheren Daten bräuchte man wohl rund 85 Prozent immune Menschen in der Bevölkerung, um die Ungeimpften indirekt mit zu schützen“, sagte Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, der Deutschen Presse-Agentur.

„Wir kommen also in Bereiche, die schwer zu erreichen sind, solange es für Kinder unter 12 Jahren keinen zugelassenen Impfstoff und für alle unter 18 Jahren keine allgemeine Impfempfehlung gibt. Es kann sein, dass Herdenimmunität nur für einzelne Einrichtungen wie Pflegeheime erreicht werden kann, aber nicht für das Gros der Bevölkerung“, sagte Watzl. Mangels Impfmöglichkeiten gelte auch für jüngere Schüler, dass bei ihnen zunächst keinerlei Gemeinschaftsschutz besteht.

Das Robert Koch-Institut (RKI) spricht seit längerem von einem Ziel von mehr als 80 Prozent immunen Menschen – nach vollständiger Impfung oder Infektion plus Impfung -, um weitgehend auf Maßnahmen und Regeln verzichten zu können. Zu Beginn der Pandemie gingen Experten noch von einem Anteil von rund zwei Dritteln aus, wegen des damals noch weniger infektiösen Erregers.

Nach Einschätzung des Immunologen Watzl wäre aber auch das Erreichen einer Impfquote von 60 bis 70 Prozent in der Bevölkerung schon eine große Hilfe für die Pandemiebekämpfung. „Die Hoffnung ist, dass es dann nur noch zu kleineren Ausbrüchen kommt, die keine Lockdown-Maßnahmen mehr erfordern.“ Menschen, die nicht geimpft werden können, die sich nicht immunisieren lassen wollen oder bei denen die Impfung etwa aus Gründen wie Alter oder Erkrankung nicht so gut anspricht, würden sich dann am ehesten infizieren. „Die gute Nachricht ist: Jeder, der vollständig geimpft ist, ist auch vor Delta geschützt“, sagte Watzl.

Wachsamkeit sei nun wichtig, damit keine neue Welle mit der Variante aufkommen könne, appellierte Watzl. Kontakte nach Ausbrüchen müssten genau nachverfolgt werden. Zwar beschreibt das Robert Koch-Institut für Anfang Juni einen wachsenden Anteil von Delta an den untersuchten positiven Corona-Proben in Deutschland, von 3,7 auf 6,2 Prozent. In absoluten Zahlen entwickelten sich die Delta-Fälle jedoch rückläufig, ebenso wie die Corona-Fälle insgesamt, so Watzl. „Das ist ein Unterschied im Vergleich zur Ausbreitung der in Großbritannien entdeckten Variante Alpha zu Jahresbeginn. Diese Variante hatte immer mehr zugelegt, was aber zunächst durch den insgesamt sinkenden Trend der Fallzahlen verdeckt blieb.“

3:35 Uhr

Ärztekammer warnt wegen Delta-Variante vor riskanten Reisezielen

Berlin (dpa) – Die Bundesärztekammer rät von Reisen in Urlaubsgebiete ab, wo die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus grassiert. „Auf Reisen in Regionen, die von der Delta-Variante besonders betroffen sind, sollte verzichtet werden“, sagte Präsident Klaus Reinhardt der Funke-Mediengruppe (Dienstag). Er räumte ein, dass für viele Menschen der Urlaub nach den Belastungen der vergangenen Monate wichtig für das seelische Gleichgewicht sei. „Notwendig ist aber die Einhaltung der Hygieneregeln auch im Urlaubsort.“

Die zunächst in Indien nachgewiesene Delta-Variante verbreitet sich inzwischen in vielen Ländern schnell. Als gesichert gilt, dass sie deutlich ansteckender ist als alle anderen bekannten Varianten.

Reinhardt schloss sich den Prognosen der meisten Experten an, dass die Delta-Variante sich mittelfristig auch hierzulande gegen die Alpha-Mutante durchsetzen wird. Man könne auch davon ausgehen, dass die Infektionszahlen zum Ende des Sommers saisonbedingt wieder ansteigen werden. Ob es zu einer vierten Pandemie-Welle in Deutschland komme, hänge wesentlich vom Fortschritt der Impfkampagne ab. Es sei zudem zu erwarten, dass es auch bei einem Wiederanstieg der Infektionszahlen weniger schwere Krankheitsverläufe geben werde, weil insbesondere vulnerable Gruppen wie alte Menschen und solche mit Vorerkrankungen durch Impfungen besser geschützt seien. Er riet dazu, dass alle Erwachsenen deswegen die Impfangebote wahrnehmen und auch fristgerecht die notwendigen Zweitimpfungen vornehmen lassen sollten.

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