Gesundheit

Geflüchtete helfen in der Coronakrise

Masken nähen, Hilfe bei Hygienemaßnahmen und sonstige freiwillige Arbeiten: Viele Flüchtlinge möchten während der Pandemie nicht untätig sein. Sie übernehmen neue Aufgaben in den Unterkünften und engagieren sich in der Nachbarschaftshilfe.

Die Corona-Pandemie beeinträchtigt auch das Leben von geflüchteten Menschen. Arbeitsgelegenheiten, Maßnahmen der beruflichen Orientierung und Sprachunterricht sind vielerorts unterbrochen worden. Viele Integrationsmaßnahmen liegen „auf Eis“. In Wiesbaden versucht das Amt für Grundsicherung und Flüchtlinge daher, das Beste aus dieser Situation für die in Gemeinschaftsunterkünften lebenden Flüchtlinge zu machen. 

Laut einer Meldung des Wiesbadener Kuriers hat das Integrationsmanagement der Stadt im Rahmen einer sogenannten freiwilligen Arbeitsgelegenheit ein Konzept entwickelt: Die Geflüchteten nähen Masken und übernehmen zusätzliche Hygienemaßnahmen. 24 Frauen hätten sich an den Näharbeiten beteiligt und „engagiert und mit viel Herzblut“ insgesamt 3.000 Masken für alle Gemeinschaftsunterkünfte produziert. Zudem konnten laut Meldung rund 70 Geflüchtete gewonnen werden, um freiwillig bei den zusätzlichen Hygienemaßnahmen in Zeiten von Corona mitzuarbeiten. Dazu gehöre Türkliniken, Handläufe und Lichtschalter stündlich zu desinfizieren und bei der Essensausgabe für in Quarantäne befindlicher Geflüchteter zu helfen.

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„Newcomer gegen Corona“

Vielen geflüchteten Menschen ist es ein Bedürfnis sich zu engagieren. Da viele Projekte durch Corona derzeit nicht möglich sind, hat die Freiwilligenorganisation „Go Volunteer“ mit Unterstützung des Berliner Senats in Berlin das Projekt „Newcomer*innen gegen Corona“ ins Leben gerufen. Geflüchtete können sich über die Plattform melden, um bei der Eindämmung der Pandemie zu helfen und Betroffene zu unterstützen. Viele „Newcomer“ helfen nun, indem sie für andere einkaufen, kochen, Masken nähen oder in Krankenhäusern zwischen Ärzten und Patienten übersetzen.

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