Gesundheit

Noweda-Chef Kuck warnt im „Focus“ vor dem Versandhandel

Wer in diesen Tagen den aktuellen „Focus“ aufschlägt, stauntnicht schlecht: Denn Dr. Michael P. Kuck, Vorstandsvorsitzender der Noweda, istdort mit einem ganzseitigen Meinungsbeitrag vertreten. Darin weist er auf dieBedeutung der Apotheken für die Vor-Ort-Versorgung hin und warnt vor denGefahren des Versandhandels. Hinter dem Artikel steckt eine Kooperationzwischen der Noweda und dem Burda-Verlag.

Das Nachrichtenmagazin „Focus“ war in der Vergangenheitnicht gerade für seine Liebe zur Apotheke vor Ort bekannt. Nach dem EuGH-Urteilzur Rx-Preisbindung warb die „Focus Online“-Redaktion sogar – mit teilsfragwürdigen Fakten – für die vermeintlichen Vorteile des Versandhandelsgegenüber den Vor-Ort-Apotheken. Erst vor wenigen Monaten riet das Burda-Medium„Focus Money“ zum Investment in Versandapotheken. Doch an dieser Ausrichtungdes Magazins hat sich anscheinend so einiges geändert. Denn dass der „Focus“eine ganze Seite für einen Meinungsbeitrag freimacht, in dem Noweda-Chef Kuckauf die Gefahren des Versandhandels hinweist, wäre vor ein paar Jahrensicherlich noch nicht denkbar gewesen.

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Kuck: Arbeitsplätze gehen verloren

Genau das ist nun aber der Fall: In der aktuellen Ausgabedes Magazins erklärt Kuck den „Focus“-Lesern, warum Bestellungen beiOnline-Händlern auch negative gesellschaftliche Auswirkungen haben können. „Immermehr Menschen kaufen online ein. Das hat Folgen. Viele Händler in denInnenstädten kämpfen um ihre Existenz. Arbeitsplätze und Steuereinnahmen gehenverloren, Leerstände nehmen zu. Kolonnen von Lieferfahrzeugen blockieren dieStraßen und tragen zur Luftverschmutzung bei. Wir alle zahlen einen Preis fürBequemlichkeit und Schnäppchenjagd im Netz.“

Kuck führt aus, dass auch die Apotheken „Opfer“ desboomenden Online-Handels seien. Schließlich würden „industriell geprägte“Versender aus dem Ausland massiv um Kunden werben. Der Noweda-Chef weist aufdie Leistungen hin, die die Apotheker für das Land erbringen und erwähnt dabeidie schnelle Belieferung, die Nacht- und Notdienste sowie den Fakt, dass inDeutschlands Apotheken etwa 160.000 Menschen arbeiten. Und nicht zu vergessen:Die Apotheker sind ein wichtiger steuerlicher Faktor für den Staat.

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