Gesundheit

Triage steht bevor: Niederlande droht Krankenhausnotstand Code Schwarz

Alle Neuigkeiten zur Corona-Pandemie: Die Zahl der Intensivpatienten wie auch die bundesweite Sieben-Tages-Inzidenz steigen weiter an. Letzteres könnte an einer Meldeverzögerung liegen. Alle aktuellen Corona-News finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

News zu Corona in Deutschland vom 23. April

Corona-News im Überblick:

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"Indische Doppelvariante droht dort außer Kontrolle zu geraten": Weber fordert sofortigen Flugstopp aus Indien

9.03 Uhr: Angesichts der dramatischen Corona-Infektionslage in Indien hat der Chef der EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber (CSU), die sofortige Einstellung aller Flugverbindungen aus dem südasiatischen Schwellenland in die EU gefordert. Weber begründete seinen Vorstoß in der "Bild"-Zeitung (Samstagsausgabe) mit der in Indien grassierenden Corona-Variante. "Die indische Doppelvariante scheint sich schnell auszubreiten und die Situation dort droht außer Kontrolle zu geraten", warnte er.

In Deutschland und der EU seien bereits einige Corona-Infektionen mit der indischen Mutante aufgetreten, hob Weber hervor. "Diesmal müssen die EU-Innenminister schneller und konsequenter handeln und sofort ein vorübergehendes Verbot von Flügen aus Indien und Einreisebeschränkungen verhängen."

Weber verwies in der "Bild" darauf, dass Kanada und Großbritannien bereits entsprechende Schritte eingeleitet hätten. Insgesamt müssten die EU-Länder "aufgrund der Dynamik der Corona-Pandemie besser und schneller im koordinierten Vorgehen werden". 

Weltärzte-Chef Montgomery für Schutzmaßnahmen gegen indische Corona-Variante

Auch Weltärzte-Präsident Frank Ulrich Montgomery sprach sich für Schutzmaßnahmen gegen die indische Corona-Variante aus. "Die indische Mutationsvariante des Virus, die besonders ansteckend und besonders gefährlich sein soll, führt uns deutlich vor Augen, wie wichtig internationale Absprachen, konsequente Lockdown-Maßnahmen und Einschränkungen der Mobilität sind", sagte er der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe).

"Nur wo Infektionen ablaufen, können auch Mutationen stattfinden", betonte Montgomery. Daher sei das deutsche Infektionsschutzgesetz, das bundesweit eine Notbremse ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner vorsieht, richtig. "Deswegen brauchen wir Kontaktbeschränkungen und ein konsequentes, einheitliches Vorgehen", sagte Montgomery. 

Die Corona-Infektionszahlen waren in Indien zuletzt dramatisch gestiegen. Am Freitag meldeten die Behörden weitere 330.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden sowie 2000 neue Todesfälle. Die Krankenhäuser in Indien sind überlastet, vielerorts gehen die Sauerstoffvorräte zur Beatmung von Covid-19-Patienten zur Neige.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat Indien als Hochinzidenzgebiet eingestuft, die Einstufung tritt am Sonntag um Mitternacht in Kraft. Bislang wurden laut RKI in Deutschland 21 Corona-Infektionen mit der indischen Variante B.1.617 nachgewiesen. Das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Indien.

RKI-Zahlen am Morgen

07.38 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 23.392 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05:03 Uhr wiedergeben. Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 286 neue Todesfälle verzeichnet. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Am Samstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 23.804 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 219 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 164,4. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 164,0 angegeben, am Samstag vergangener Woche mit 160,7, vor vier Wochen (27.3.) mit 124,9.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.268.645 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.882.300 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 81.444.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht von Freitagabend bei 1,08 (Vortag: 1,01). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 108 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Notbremse tritt in Kraft

Samstag, 24. April 2021, 07.35 Uhr: In zahlreichen Städten und Landkreisen gilt seit Mitternacht die Corona-Notbremse des Bundes. In den betroffenen Gebieten, wo die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag über dem Wert von 100 lag, gilt zwischen 0 und 5 Uhr eine Ausgangssperre, wobei gewichtige Gründe wie etwa die Pflege von Angehörigen, die Versorgung von Tieren, Notfälle oder berufliche Notwendigkeiten Ausnahmen bilden.

In den von der Notbremse betroffenen Regionen darf sich zudem höchstens noch ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen, wobei Kinder bis 14 Jahre ausgenommen sind. Der Präsenzunterricht an Schulen soll ab einer Inzidenz von 165 in der Regel eingestellt werden. Das erweiterte Infektionsschutzgesetz – also die sogenannte Corona-Notbremse – war am Mittwoch im Bundestag beschlossen worden. Damit sollen die Regelungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie bundesweit vereinheitlicht werden. Falls Länder strengere Regelungen getroffen haben, gelten diese weiter.

Aktuelle Corona-Lage: Mehr als 26.000 Neuinfektionen – R-Wert bleibt über 1

20.24 Uhr: Die Gesundheitsämter der Bundesländer haben am Freitag binnen 24 Stunden 26.259 Corona-Neuinfektionen gemeldet, wie eine Auswertung von FOCUS Online zeigt. Damit sind insgesamt 3.255.850 Menschen in Deutschland an Covid-19 erkrankt.

Am Freitag der Vorwoche meldeten die Länder noch 25.640 Neuinfektionen. Die Zahl der Todesfälle ist mit 253 im Vergleich zur Vorwoche etwas gesunken. Am letzten Freitag wiesen die Bundesländer noch 267 Todesfälle aus. Seit Beginn der Pandemie sind somit bundesweit 81.325 Menschen an oder mit dem Coronavirus verstorben.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 3.255.850 Fälle, 81.325 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg 424.942 (+3643), 9201 Todesfälle (+41)
  • Bayern 571.839 (+4492), 13.918 Todesfälle (+52)
  • Berlin 163.666 (+886), 3180 Todesfälle (+5)
  • Brandenburg 99.047 (+557), 3492 Todesfälle (+9)
  • Bremen 24.351 (+156), 445 Todesfälle (+1)
  • Hamburg 69.925 (+361), 1447 Todesfälle (+5)
  • Hessen 251.353 (+2010), 6715 Todesfälle (+24)
  • Mecklenburg-Vorpommern 38.252 (+375), 962 Todesfälle (+6)
  • Niedersachsen 228.778 (+1959), 5196 Todesfälle (+15)
  • Nordrhein-Westfalen 703.883 (+6941), 15.160 Todesfälle (+43)
  • Rheinland-Pfalz 134.999 (+1071), 3513 Todesfälle (+9)
  • Saarland 35.985 (+218), 962 Todesfälle (+2)
  • Sachsen 253.625 (+1804), 8901 Todesfälle (+53)
  • Sachsen-Anhalt 87.039 (+803), 3034 Todesfälle (+13)
  • Schleswig-Holstein 57.016 (+352), 1496 Todesfälle (+1)
  • Thüringen 111.150 (+789), 3702 Todesfälle (+13)

Gesamtstand (23.04.2021, 20.22 Uhr): 3.255.850 Fälle (+26.259), 81.325 Todesfälle (+253)

Vortag (22.04.2021, 20.20 Uhr): 3.229.591 Fälle (+28.246), 81.072 Todesfälle (+249)

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. 2.865.000 (+19.700). Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei etwa 309.525

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (7-Tage-R-Wert): 1,08 (Vortag: 1,01)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 5054 (+5)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 2851 (+11)

Anzahl Geimpfter (und Impfquote) laut RKI (Stand 21.04.): 17.932.380 Menschen haben bereits eine Erstimpfung erhalten (21,6 Prozent) und 5.724.561 Menschen eine Zweitimpfung (6,9 Prozent).

Die Zahl der Intensivpatienten steigt ebenfalls an. Laut Daten des DIVI-Intensivregisters werden derzeit 5054 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Das ist nur ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vortag (+5). Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten, die künstlich beatmet werden mussten, ist um 11 Patienten im Vergleich zum Vortag angestiegen.

Der 7-Tage-R-Wert ist seit Tagen über der kritischen Marke von 1: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts lag er am Freitag bei 1,08 (Vortag 1,01). Das bedeutet, dass 100 Covid-Infizierte im Schnitt 108 weitere Personen anstecken. Im Vergleich zur vergangenen Woche ist der R-Wert aber gesunken: Am Freitag der Vorwoche hatte er bei 1,24 gelegen.

Österreich öffnet das ganze Land ab 19. Mai

15.47 Uhr: In Österreich dürfen ab 19. Mai praktisch alle wegen der Corona-Krise heruntergefahrenen Branchen einen Neustart wagen. Das kündigte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag an. Zentrale Säule des Schritts ist ein umfassendes Schutzkonzept, bei dem Zutrittstest für Gastronomie, Hotellerie, Sport und Kultur im Mittelpunk stehen.

„Diese Öffnungsschritte erfolgen mit strengen Sicherheitskonzepten, aber sie erfolgen“, sagte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag in Wien. Er hoffe darauf, dass weitere Erleichterungen zum Beispiel für die Nachtgastronomie, für Hochzeitsfeiern und für Vereinsfeste ab 1. Juli folgen könnten.

Er sei angesichts dieser Pläne mit einer wieder steigenden Anzahl Corona-Infektionen zu rechnen, sagte Kurz. Es sei aber davon auszugehen, dass dank der Impfungen die Situation beherrschbar bleibe. „Da liegt schon eine gewisse Vorfreude in der Luft“, sagte Vize-Kanzler Werner Kogler. Es sei der Regierung wichtig, eine positive Perspektive zu geben und für Planbarkeit zu sorgen.

Auch die Deutschen, die Urlaub in Österreich machen wollen, können laut Regierung wieder planen. Die Quarantänepflicht gelte nur noch für Hochrisikogebiete. Für Einreisen aus Deutschland reichen ein negativer Test oder der grüne Pass. Konkret sind Veranstaltungen mit Schutzkonzept von bis zu 3000 Menschen im Freien ab 19. Mai wieder möglich. Für Innenräume gilt eine Obergrenze von 1500 Personen. Sperrstunde in der Gastronomie und in der Kultur und beim Sport sei 22 Uhr. JOE KLAMAR/AFP via Getty Images Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz

Österreich hat auch im weltweiten Vergleich ein besonders breites Test-Angebot ausgerollt. Die wöchentlich millionenfachen Tests waren und sind ein Rückgrat der Corona-Strategie. In der Corona-Krise waren die Zahlen der Neuinfektionen zuletzt etwas gefallen. Auch der Druck auf den Intensivstationen nahm ab. Insgesamt liegt die Sieben-Tage-Inzidenz mit rund 180 aber immer noch deutlich über dem deutschen Wert von 164.

Laut Experten ist eine Hauptquelle der Ansteckungen der private Bereich. Gerade die Wirtschaft hatte massiv auf das Öffnen auch der Gastronomie und der Hotellerie gedrängt. Der Handel und viele Dienstleister haben – bis auf mehrwöchige Ausnahmen in drei östlichen Bundesländern – bereits seit Anfang Februar geöffnet.

„Was wir brauchen, ist ein breiter Aufschwung für alle“, sagte der Präsident der Wirtschaftskammer, Harald Mahrer, bereits vor der Sitzung. Virologen haben unterdessen wegen der nach wie vor nicht klaren Tendenz beim Infektionsgeschehen vor einem zu frühen Neustart gewarnt. Der Komplexitätsforscher Peter Klimek sagte im ORF-Radio: „Es ist unklar, wo wir in welchem Bundesland Mitte Mai stehen. Man kann noch nicht seriös sagen, wie groß die Öffnungsschritte sein können.“

Den Experten bereitet auch eine in Tirol aufgetretene Virus-Mutante Sorgen, die mit der britischen Variante verwandt ist. Deshalb wurde auch die Pflicht für Tests bei Ausreisen aus dem Bundesland bis 5. Mai verlängert.

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Fassung hatte es geheißen, Österreich öffne ab dem 19. März. Das ist natürlich falsch: Es handelt sich um den 19. Mai. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Putin ruft zehntägige "Corona-Ferien" in Russland aus

14.48 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus hat Russlands Präsident Wladimir Putin erneut eine landesweite arbeitsfreie Zeit ausgerufen. Er werde ein entsprechendes Dekret noch am selben Tag unterzeichnen, sagte Putin am Freitag bei einem im Fernsehen übertragenen Treffen mit der Leiterin der russischen Gesundheitsbehörde Rospotrebnadsor, Anna Popowa. "Wenn Sie denken, dass das nötig ist, machen wir es", sagte der Staatschef.

Demnach soll in der Zeit zwischen dem 1. und 10. Mai nicht gearbeitet werden. Die Infektionszahlen gehen in Russland nach Angaben der Gesundheitsbehörde zwar zurück, der Rückgang habe sich in den vergangenen Wochen jedoch verlangsamt. Mit der arbeitsfreien Zeit soll nach den Worten von Behördenchefin Popowa vor allem die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel  und damit die Zahl der Kontakte reduziert werden.

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Niederlande droht Krankenhausnotstand "Code Schwarz"

13.39 Uhr: Niederländische Mediziner befürchten den Notzustand in Krankenhäusern. Wenn die Infektionszahlen nicht schnell zurückgingen, dann drohe in der nächsten Woche "Code Schwarz", sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Intensivmediziner, Diederik Gommers, am Freitag im Radio. Bei "Code Schwarz" muss eine Triage-Kommission in Krankenhäusern entscheiden, welchen Patienten noch geholfen wird. Mehrere Krankenhäuser im Land seien so überfüllt mit Covid-Patienten, dass die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit erreicht sei, sagte Gommers.

Schon jetzt werden nach Angaben der Krankenhäuser viele Operationen abgesagt, darunter auch Krebs- und Herz-Eingriffe. Den Notzustand in Krankenhäusern hatte es während der Corona-Epidemie noch nicht gegeben.  

Dennoch hält die Regierung weiter an der Lockerung der Corona-Maßnahmen fest. Ab Mittwoch sollen die Ausgangssperre aufgehoben werden und Terrassen von Gaststätten sowie Geschäfte unter Auflagen wieder öffnen dürfen. dpa Niederlande, Eindhoven: Pflegepersonal in einem Krankenhaus.

Innenministerium zu Ausgangsbeschränkungen: Nachtreisen falls nötig besser umbuchen

12.51 Uhr: Die ab 0 Uhr in der Nacht zum Samstag greifende Corona-Notbremse erschwert in weiten Teilen Deutschlands auch das Reisen. Die Regelung betreffe nicht nur den Aufenthalt an einem Ort, sondern auch Reisen von A nach B, erklärte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Freitag in Berlin. "Das heißt also, wer in der Zeit zwischen 22 und 5 Uhr aus Anlass einer touristischen Reise reisen möchte, sollte besser umbuchen oder umplanen." Eine dienstliche Flugreise sei wegen der vorgesehenen Ausnahmen hingegen möglich.

Die Kontrolleure von Polizei oder Ordnungsämtern müssten im Einzelfall nach Ermessen und mit gesundem Menschenverstand entscheiden, ob jemand einen glaubhaften Grund nennen könne, weshalb er unterwegs sei, sagte der Sprecher. "Wenn ein Bäckermeister mitten in der Nacht seinen Berufsort aufsucht, dann wird man das sehr schnell nachvollziehen können."

Für Landkreise, die am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 100 überschritten haben, gelten ab Samstag Ausgangsbeschränkungen zwischen 22 Uhr abends und 5 Uhr morgens. Bis Mitternacht darf man sich noch allein an der frischen Luft bewegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Coronavirus-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner es binnen einer Woche gab.

Die Regelung enthält eine Reihe von Ausnahmen. So ist der Aufenthalt auch während der Nachtstunden normalerweise zur Berufsausübung erlaubt, um das Sorge- und Umgangsrecht wahrzunehmen oder in medizinischen Notfällen bei Mensch und Tier. In derartigen Fällen könnten natürlich auch Auto oder Bahn genutzt werden, erläuterte die stellvertretende Regierungssprecherin Martina Fietz. "Der LKW-Fahrer darf selbstverständlich auch seine Waren weiter transportieren und der Enkel seine erkrankte Großmutter ins Krankenhaus fahren."

Das wirksamste Mittel, um die hohe Zahl von Neuinfektionen zu senken, sei die Reduzierung von Kontakten, sagte Fietz. Diesem Zweck dienten auch die Ausgangsbeschränkungen.

Nach Modellprojekt-Ende: Tübinger OB wirft Politik Ideenlosigkeit vor

10.19 Uhr: Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hat der Politik Ideenlosigkeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie vorgeworfen. "Uns fällt außer Verboten und Lockdowns nichts ein", sagte der Grünen-Politiker am Freitag im RTL/ntv- "Frühstart". "Wir hätten mit Digitalisierung, mit Impfungen, mit Testungen, mit dem Schutz der Risikogruppen sehr viel besser durch die Krise kommen können."

Mit seinem Modellprojekt hat das baden-württembergische Tübingen in den vergangenen sechs Wochen für Aufsehen gesorgt. Einwohner konnten mit tagesaktuellen Corona-Tests in Theater, Geschäfte oder Museen gehen. In der Stadt selbst lag die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt unter 100, im Landkreis war sie deutlich höher. "Wir haben jetzt sechs Wochen offen und unsere Zahlen sind besser als in der Notbremse. Eigentlich müsste man doch fragen: Warum machen es nicht alle wie wir?", sagte Palmer.

Das Projekt endet nun wegen der beschlossenen, aber scharf kritisierten Corona-Notbremse und der hohen Ansteckungszahlen im ganzen Landkreis. "Viele Leute in der Stadt sind jetzt auch enttäuscht", so Palmer.

Corona-Pandemie: DFB-Pokalfinale in Berlin am 13. Mai ohne Zuschauer

09.32 Uhr: Das DFB-Pokalfinale in Berlin wird als Geisterspiel ausgetragen. Aufgrund der derzeit gültigen Corona-Verordnungen sei ein Antrag auf Zulassung von Zuschauern für das Endspiel am 13. Mai im Berliner Olympiastadion nicht rechtzeitig möglich, teilte der Deutsche Fußball-Bund am Freitag mit. Daher gelten für das Pokalfinale wie in der Fußball-Bundesliga die Bedingungen des Sonderspielbetriebs ohne Zuschauer.

Bericht: Nächtliche Ausgangssperre betrifft auch Durchreisen

9.06 Uhr: Die ab Samstag geltende bundeseinheitliche Notbremse zur Eindämmung der Corona-Pandemie untersagt einem Bericht zufolge die nächtliche Durchreise durch betroffene Landkreise. Diese Auffassung wird in einem Kurzgutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags vertreten, wie die "Bild"-Zeitung am Freitag berichtete.

Dabei geht es um die Interpretation der nächtlichen Ausgangssperre, die für Landkreise mit einer Inzidenz über 100 gilt. Gemäß der Gesetzesbegründung sei in diesem Fall "zwischen 22 Uhr und 5 Uhr der Aufenthalt in Fortbewegungsmitteln untersagt", zitierte die Zeitung aus dem Gutachten. Es seien ausdrücklich "auch öffentliche Verkehrsmittel von der Ausgangsbeschränkung erfasst". Weiter heißt es dem Bericht zufolge in dem Dokument: "Daraus folgt, dass eine Durchreise durch Gebiete, in denen die Ausgangssperre gilt, nur dann gestattet" sei, wenn Ausnahmen vorlägen.

"Wer keine Ordnungswidrigkeit begehen will, darf während der Ausgangssperre die betroffenen Landkreise weder im Auto, mit der Bahn oder sogar dem Flugzeug durchqueren", sagte Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) der Zeitung. "Die Bundesregierung muss jetzt schnellstens klären, wie ihre Regelung umgesetzt werden soll."

Dem Zeitungsbericht zufolge stellt die Regelung auch Flughäfen vor Probleme. Passagiere könnten für Nacht- und Frühflüge in den Stunden der Ausgangssperre nicht anreisen. Auch könnten im Fall hoher Inzidenzen in der fraglichen Region keine Nachtflüge abheben.

RKI meldet 27.543 Corona-Neuinfektionen und 265 neue Todesfälle

5.59 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 27.543 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Freitagmorgen hervor. In der Zahl der gemeldeten Neuinfektionen könnten Nachmeldungen aus Nordrhein-Westfalen vom Vortag enthalten sein. Eine größere Zahl von Meldungen der NRW-Gesundheitsämter waren zuvor aufgrund technischer Schwierigkeiten nicht vollständig übermittelt worden.

Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 265 neue Todesfälle verzeichnet. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Am Freitag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 25.831 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 247 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 164,0. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 161,1 angegeben. Bisher kann laut RKI anhand der Sieben-Tage-Inzidenz der vergangenen Tage noch nicht abgeschätzt werden, ob sich der ansteigende Trend der vergangenen Woche fortsetzt.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.245.253 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.865 000 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 81.158.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht von Donnerstagabend bei 1,01 (Vortag: 0,94). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

28.246 Corona-Neuinfektionen, R-Wert wieder über eins

20.27 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben binnen eines Tages 28.246 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen der Gesundheitsämter von Mittwochabend hervor. Mehr als die Hälfte der Fälle entfällt demnach auf nur drei Bundesländer – Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Deutschlandweit wurden innerhalb von 24 Stunden 249 neue Todesfälle verzeichnet, das sind 57 weniger als am Tag zuvor. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 3.229.591 Fälle, 81.072 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg 421.299 (+3795), 9160 Todesfälle (+14)
  • Bayern 567.347 (+4784), 13.866 Todesfälle (+44)
  • Berlin 162.780 (+1135), 3175 Todesfälle (+6)
  • Brandenburg 98.490 (+829), 3483 Todesfälle (+4)
  • Bremen 24.195 (+213), 444 Todesfälle (+1)
  • Hamburg 69.564 (+416), 1442 Todesfälle (+4)
  • Hessen 249.343 (+2386), 6691 Todesfälle (+26)
  • Mecklenburg-Vorpommern 37.880 (+492), 956 Todesfälle (+6)
  • Niedersachsen 226.819 (+2099), 5181 Todesfälle (+15)
  • Nordrhein-Westfalen 696.942 (+6697), 15.117 Todesfälle (+59)
  • Rheinland-Pfalz 133.928 (+1158), 3504 Todesfälle (+15)
  • Saarland 35.767 (+296), 960 Todesfälle (+1)
  • Sachsen 251.821 (+1563), 8848 Todesfälle (+23)
  • Sachsen-Anhalt 86.235 (+882), 3021 Todesfälle (+14)
  • Schleswig-Holstein 56.664 (+420), 1495 Todesfälle (+6)
  • Thüringen 110.361 (+1081), 3689 Todesfälle (+11)

Gesamtstand (22.04.2021, 20.20 Uhr): 3.229.591 Fälle (+28.246), 81.072 Todesfälle (+249)

Vortag (21.04.2021, 20.04 Uhr): 3.201.345 Fälle (+27.893), 80.778 Todesfälle (+306)

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. 2.824.300 (+21.200). Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei etwa 324.219.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (7-Tage-R-Wert): 1,01 (Vortag: 0,94)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 5.049 (+62)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 2.840 (+68)

Anzahl Geimpfter (und Impfquote) laut RKI (Stand 21.04.): 17.932.380 Menschen haben bereits eine Erstimpfung erhalten (21,6 Prozent) und 5.724.561 Menschen eine Zweitimpfung (6,9 Prozent).

Am Donnerstag vor einer Woche wurden innerhalb eines Tages 27.972 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 282 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 161. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 160,1 angegeben.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.229.591 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.824.300 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 81.072.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht von Donnerstag bei 1,01 (Vortag: 0,94) und ist somit im Vergleich zum Vortag deutlich gestiegen.. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Corona-Lockerungen auf Mallorca: Gastronomen dürfen spätabends öffnen

19.36 Uhr: Auf Mallorca werden die Corona-Einschränkungen im Zuge der guten Infektionslage bereits am Samstag weiter gelockert. Unter anderem wird dann auf der spanischen Urlaubsinsel und den anderen Balearen der Beginn der nächtlichen Ausgehsperre um eine Stunde nach hinten auf 23.00 Uhr verlegt, wie die Regionalregierung am Donnerstag in Palma mitteilte. Besonders wichtig auch für Touristen: Gastronomen dürfen ihre Terrassen künftig nach einer ersten Sperrstunde um 17 Uhr auch am späteren Abend von 20.00 bis 22.30 Uhr bei voller Auslastung öffnen – das gilt vorerst allerdings nur zwischen Montag und Donnerstag. Die Innenräume müssen unterdessen weiterhin geschlossen bleiben.

Neben anderen Lockerungen dürfen sich ab Samstag wieder Personen aus mehr als zwei Haushalten im Freien treffen – allerdings höchstens sechs beziehungsweise nur vier, wenn sie an einem Restaurant- oder Cafétisch sitzen. Die Geschäfte müssen außerdem erst eine Stunde später um 21.00 Uhr schließen. Die Lockerungen gelten fast alle mit zum Teil leicht unterschiedlichen Auflagen für alle Inseln und bis zum 9. Mai. Dann wird die Pandemie-Lage wieder geprüft.

Foto: dpa In Mallorca dürfen die Corona-Maßnahmen weiter gelockert werden.  

Regierungssprecher Iago Negueruela sagte bei der Bekanntgabe der Lockerungen, man habe die Osterferien mit dem Besuch von Zehntausenden Touristen vor allem aus Deutschland gut überstanden. Man müsse aber weiter Vorsicht walten lassen. Die sozialistische Regionalpräsidentin Francina Armengol hatte zuvor die Proteste von Gastronomen und Hoteliers zurückgewiesen und betont, man werde den Lockdown im Interesse aller weiterhin "nur ganz vorsichtig" lockern.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid gab es zuletzt auf den Balearen 25,78 Corona-Ansteckungen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Diese Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Spanien derzeit nur in Valencia niedriger (19,40). Dabei hatten Mallorca und die anderen Inseln im Winter zeitweilig die höchsten Werte des Landes. Die Inzidenzwerte der Balearen liegen auch weiterhin deutlich niedriger als in allen deutschen Bundesländern.

Experten sorgen sich wegen B1.1.7-E484K-Variante in Tirol

15.34 Uhr: In Tirol treten verstärkt Coronavirus-Infektionen mit einer Virusvariante der britischen Mutante B1.1.7 auf, bei der die sogenannte E484K-Mutation noch zusätzlich zu jenen Veränderungen präsent ist, die die britische Variante trägt. Die Variation ist schon Ende Januar in Großbritannien und auch im US-Bundesstaat Oregon aufgetreten, verschwand dort aber wieder schnell. In Tirol scheint das anders zu sein: Mittlerweile scheint es rund 1.800 Fälle zu geben, 800 davon sollen aktiv sein, so Experten zur APA.

"Das heißt, dass Viren mit dieser Mutation unter Umständen schlechter von Impfseren neutralisiert werden und auch leichter zu Reinfektionen führen", so der Virologe Andreas Bergthaler vom Forschungszentrum für Molekulare Medizin (CeMM) der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zur APA. "Die Kombination der ursprünglichen britischen Virusvariante B1.1.7 und der Zusatzmutation E484K zeigt eine erhöhte Infektiosität und deutlich schwerere Krankheitsverläufe als die britische Variante B1.1.7. ohne E484K-Mutation", heißt es in einem vergangene Woche von der AGES publizierten Bericht zu "Verbreitung und Vorkommen von Coronavirusvarianten – Situation in Tirol".

Außerhalb Tirols habe man in Österreich hingegen erst sechs Nachweise von B1.1.7+E484K. "Daher muss man in Tirol sehr genau schauen, wie sich das weiter entwickelt", sagte Bergthaler. Es spreche einiges dafür, dass die Variante tatsächlich in Österreich entstanden ist. Das passiere in anderen Regionen der Welt, wo das Virus relativ verbreitet und der Druck auf den Erreger, sich zu verändern, mitunter hoch ist.

Studie: Jeder 12. Covid-Kranke musste ins Krankenhaus

14.36 Uhr: Jeder zwölfte an Covid-19 erkrankte Beschäftigte musste stationär im Krankenhaus behandelt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Krankenkasse AOK. 2,6 Prozent der stationär Behandelten starb im Krankenhaus, teilt die AOK mit. Der monatliche Höchststand an erkrankten Arbeitnehmern wurde im Dezember 2020 erreicht (486 Erkrankte je 100.000 Versicherte), wie die Zwölf-Monats-Bilanz der internen Arbeitsunfähigkeitsdaten zeigt. Die Daten zeigen laut AOK außerdem, dass Pflegeberufe und Berufe in der Betreuung und Erziehung von Kindern am stärksten von Krankschreibungen wegen Covid-19 betroffen waren.

Olympia-Gastgeber Tokio vor erneutem Corona-Notstand

14.29 Uhr: Die Olympia-Stadt Tokio soll drei Monate vor den Sommerspielen wegen wieder stark steigender Infektionen erneut unter Notstand gestellt werden. Die Regierung wolle den Notstand für Tokio sowie Osaka, Kyoto und die Präfektur Hyogo voraussichtlich ab Sonntag bis zum 11. Mai in Kraft setzen, berichteten japanische Medien am Donnerstag. Eine Entscheidung solle am Freitag fallen. In diesen Zeitraum fällt die sogenannte "Goldene Woche", eine Aneinanderreihung nationaler Feiertage, in der normalerweise Millionen Japaner auf Reisen gehen. Kurz vor den geplanten Olympischen Spielen verhängt Japan damit zum dritten Mal über Tokio den Notstand.

Wieder mehr als 5000 Covid-19-Fälle auf Intensivstationen

13.24 Uhr:  Die Zahl der Schwerkranken mit Covid-19 auf deutschen Intensivstationen ist wieder über die Marke von 5000 gestiegen. In Kliniken bundesweit werden 5049 solche Fälle behandelt, 62 mehr als am Vortag, wie aus dem Tagesreport des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag mit Daten des Divi-Intensivregisters hervorgeht. So groß war die Auslastung demnach zuletzt Mitte Januar.

Der Präsident der Intensivmediziner-Vereinigung Divi, Gernot Marx, sprach in einem Statement bei Twitter von einer weiter angespannten Lage. Er begrüßte den Beschluss des Bundestages zur Corona-Notbremse vom Mittwoch und sagte, er hoffe auf keine weitere Verzögerung durch den Bundesrat.

Wegen Bundes-Notbremse: Tübinger Corona-Modellprojekt beendet

09.34 Uhr: Das Tübinger Corona-Modellprojekt ist wegen der Bundes-Notbremse laut Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) beendet. "Ab Montag ist also auch bei uns alles dicht. Theater, Handel, Schulen und Kitas", schrieb Palmer auf seiner Facebook-Seite. Diese Entscheidung habe die CDU-Wahlkreisabgeordnete Annette Widmann-Mauz der Presse mitgeteilt.

Die Inzidenz im Landkreis sei mit 180 eben viel zu hoch, schrieb Palmer. Er machte darauf aufmerksam, dass die Inzidenz in Tübingen konstant unter 100 sei seit zwei Wochen. "Der Anstieg findet nur außerhalb Tübingens statt und hat jetzt den Wert von 240 erreicht, während wir bei 91 stehen", schrieb Palmer.

Menschen in Tübingen können sich seit dem 16. März an mehreren Stationen kostenlos testen lassen – mit den Bescheinigungen der Ergebnisse, den Tagestickets, können sie dann in Läden, zum Friseur oder auch in Theater und Museen gehen. Wegen großen Andrangs von außerhalb sind die Tests inzwischen auf Menschen aus dem Kreis Tübingen beschränkt.

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