Gesundheit

Viertes Bundesland mit mehr als 10.000 positiven Corona-Tests – über 6000 Tote in Deutschland

Die Coronavirus-Pandemie hält die Welt weiterhin in Atem: Mehr als drei Millionen Menschen sind bereits weltweit mit dem neuartigen Virus infiziert – 157.497 davon in Deutschland. Alle Meldungen zur Corona-Krise und dem Kampf gegen die Verbreitung des Virus finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

  • Die Länder-Übersicht in der Live-Karte zum Virus-Ausbruch und das Covid-19-Radar mit Zahlen und Fakten

Erste Länder legen Drei-Stufen-Plan für Öffnung der Gastronomie vor

Topmeldung (13.42 Uhr): Mit einem Drei-Stufen-Plan wollen die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Niedersachsen schrittweise die coronabedingten Einschränkungen für den Tourismus, die Gastronomie und die Hotellerie zurücknehmen. Eingeleitet werden soll die Öffnung mit touristischen Outdoor-Angeboten wie Zoos, Freizeitparks und Klettergärten, wie die Wirtschafts- und Tourismusminister der drei Länder am Mittwoch mitteilten.

In der zweiten Phase sollen Restaurants und mit eingeschränkter Nutzung Ferienwohnungen und Hotels folgen. Später solle dann der Übernachtungstourismus ohne Restriktionen wieder möglich sein. Dieses Konzept wollen die Länder in die Wirtschaftsministerkonferenz einbringen. "Zu welchem Datum die einzelnen Phasen beginnen, werden die Länder in Abstimmung mit dem Bund in Eigenverantwortung bestimmen", heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Bei allen Maßnahmen sei zu beachten, "dass der Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger Vorrang hat". Deshalb sehe das Konzept die Einhaltung strikter Abstandsregelungen, Hygienevorgaben und Registrierungspflichten vor. Voraussetzung sei auch immer, dass die epidemiologische Lage sich weiter stabilisiere. Uwe Anspach/dpa

Anti-Masken-Plakat einer Fleischerei in Nürnberg sorgt für Wirbel

Topmeldung (13.13 Uhr): Eine Nürnberger Fleischerei hat mit einem Aushang gegen die Maskenpflicht für Aufsehen bei Facebook gesorgt – und daraufhin Besuch von der Polizei bekommen. "Die haben uns an die 5000 Euro Bußgeld erinnert und mit einer Strafanzeige gedroht", sagte Inhaber Frank Kraft am Mittwoch. Den Ausgang an der Tür habe er deshalb abgehängt. Seine Angestellten würden nun den vorgeschriebenen Gesichtsschutz tragen.

Die Fleischerei beliefert eigentlich Großkunden, auf telefonische Bestellung können aber auch Privatkunden dort Fleisch abholen. Für diese hatte Kraft einen Zettel mit folgenden Hinweis aufgehängt: "Achtung bei uns findet keine Vorstellung von Herrn Söders Kasperletheater statt. Sollten Sie uns unbedingt mit Masken sehen wollen kommen sie im Fasching wieder." Wer zu einer Risikogruppe gehöre, solle ab Montag nicht mehr bei ihm einkaufen. Screenshot Facebook

Ein Foto von dem Aushang machte daraufhin bei Facebook die Runde. Seitdem stehe bei ihm das Telefon nicht mehr still, sagte Kraft. Rund 500 E-Mails habe er bisher erhalten. "Dass das so durch die Decke geht, hat mich sehr überrascht." Aufmerksamkeit zu erregen, sei gar nicht sein Ziel gewesen, sagt Kraft. "Ich halte nichts von der Maskengeschichte. Das ist meine persönliche Überzeugung." Die Corona-Krise nehme er aber sehr ernst, betont er. In dem Unternehmen hielten alle den notwendigen Abstand zueinander ein.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 31.406 (1307 Todesfälle)
  • Bayern: 41.804 (1708 Todesfälle)
  • Berlin: 5738 (137 Todesfälle)
  • Brandenburg: 2815 (136 Todesfälle)
  • Bremen: 796 (29 Todesfälle)
  • Hamburg: 4682 (147 Todesfälle)
  • Hessen: 8057 (336 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 687 (17 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 10.015 (408 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 32.160 (1171 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 5956 (159 Todesfälle)
  • Saarland: 2526 (130 Todesfälle)
  • Sachsen: 4586 (151 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1526 (39 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 2653 (101Todesfälle)
  • Thüringen: 2145 (78 Todesfälle)

Gesamt: Stand 28.04., 19.28 Uhr, 157.497 (6054 Todesfälle)

Vortag: Stand 27.04., 19.05 Uhr, 156.232 (5842 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 117.400

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 0,9 (Stand 28.04.)

Alle weiteren Meldungen zum Coronavirus im News-Ticker:

61 Mitarbeiter einer Firma in Oberbayern mit Virus infiziert

15.25 Uhr: Im Logistikzentrum eines Modehändlers im oberbayerischen Poing im Landkreis Ebersberg haben sich 61 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt seien dort rund 900 Menschen im Dreischichtbetrieb beschäftigt, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes Ebersberg am Mittwoch. Kunden gibt es in dem Zentrum nicht. Dort werden unter anderem Online-Bestellungen bearbeitet. Mehrere Medien hatte zuerst über die Infektionen berichtet. Demnach wurden rund 660 Beschäftigte getestet, etwa 300 Tests stehen noch aus. Fünf der Infizierten stammen aus dem Landkreis Ebersberg.

Alle 61 positiv getesteten Mitarbeiter seien ohne Symptome, sagte ein Unternehmenssprecher. Wie es zu den Infektionen kam, ist nicht klar. „Bereits Wochen vor der Regierungsempfehlung haben wir eine Maskenpflicht eingeführt und als Vorsorgemaßnahme damit begonnen, täglich die Temperatur der Mitarbeiter zu messen“, sagte der Sprecher. „Nach unserem Kenntnisstand ist es angesichts der beschriebenen Vorkehrungen und Vorsorgemaßnahmen sehr unwahrscheinlich, dass sich die Mitarbeiter im Betrieb angesteckt haben.“ Für die Mitarbeiter gebe es Hygieneschulungen.

Lufthansa führt Maskenpflicht ein – Mittelsitz wieder besetzt

14.48 Uhr: Die Lufthansa verpflichtet alle Passagiere, auf ihren Flügen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Darüber hinaus wird empfohlen, die Bedeckung während der gesamten Reise zu tragen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die Maskenpflicht an Bord soll ab Montag (4. Mai) zunächst bis zum 31. August dieses Jahres in allen Airlines des Konzerns gelten.

Die Lufthansa Group orientiere sich an den Regelungen zahlreicher europäischer Länder, in denen das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in der Öffentlichkeit inzwischen Pflicht ist, hieß es.

dpa Ab dem 4. Mai besteht bei der Lufthansa Maskenpflicht im Flugzeug.  

Mit der neuen Regelung entfällt das bislang übliche Freihalten der Mittelsitze in Dreier-Reihen. Durch das Tragen der Masken bestehe ausreichender Gesundheitsschutz, begründete Lufthansa diesen Schritt.

Bundeswehr-Wissenschaftler: Warnsignale vor Corona-Krise ignoriert

12.54 Uhr: Frühe Warnungen vor der sich anbahnenden Corona-Pandemie sind nach Einschätzung einer Denkfabrik der Bundeswehr international nicht ausreichend beachtet worden. "Diese Krise zeigt, dass verschiedene Nationen, je nach politischer Kultur, die Frühwarnsignale teilweise ignoriert beziehungsweise sogar verleugnet haben", erklärte der für Gesundheit und Sicherheit zuständige GIDS-Experte, Flottillenarzt Christian Haggenmiller, in einem am Mittwoch veröffentlichen Dokument.

Der Mediziner nennt darin die USA als Beispiel: "Sie verfügen über sehr umfangreiche Mittel zur Früherkennung von Gesundheitsgefahren, sowohl militärisch als auch zivil, und haben die Entwicklung rund um Covid-19 auch zeitnah erkannt. Doch das wurde von der aktuellen politischen Führung nicht als prioritär eingeschätzt." Es gebe zahlreiche Frühwarnsysteme, die aber noch nicht in Echtzeit funktionierten.

Das GIDS (German Institute for Defence and Strategic Studies) ist eine Kooperation der Führungsakademie der Bundeswehr und der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr in Hamburg. Das Institut untersucht sicherheitspolitische Probleme und berät Politik und Militärführung. Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ Soldaten entladen auf dem Flughafen Leipzig/Halle das weltgrößte Frachtflugzeug, eine Antonow 225, mit Schutzmasken an Bord.

"In Deutschland zeigt der durch das Robert Koch-Institut erarbeitete nationale Pandemieplan deutlich: Die derzeitige Früherkennung ist nicht ausreichend und setzt nicht früh genug ein", stellt Haggenmiller, der für die Nato gearbeitet hat und derzeit für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Einsatz ist, fest. Seit der Corona-Pandemie seien die Ansprüche daran, was man als früh bezeichnen könne, allerdings deutlich gestiegen. Nun sei ein Frühwarnsystem mit nahezu Echtzeit-Qualitäten das Ziel. Dazu würden mehrere Ansätze verfolgt, wie der Einsatz von Algorithmen, die im Internet Suchanfragen wegen bestimmter Symptome auswerteten.

In Folge der Pandemie gebe einen enormen Entwicklungsschub, an dem vor allem private Firmen (Start-Ups) beteiligt seien. Für den Schutz der Daten gebe es allerdings keine ausreichenden Regeln. "Wir sehen in der Notlage erstmals eine Bereitschaft, neue, in schnellem Tempo entwickelte Technologien zu akzeptieren und in die Gesellschaft einzuführen – ohne ausführlichen ethischen und rechtlichen Diskurs und mit dem Risiko eines Point of no Return", so Haggenmiller.

Krankschreibungen per Telefon vorerst bis 18. Mai möglich

12.45 Uhr: Arbeitnehmer können sich vorerst bis 18. Mai auch ohne Praxisbesuch krankschreiben lassen. Die Ausnahmeregelung wegen der Corona-Krise, dass dies auch nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt möglich ist, wurde erneut verlängert, wie der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen am Mittwoch in Berlin mitteilte. Sie wäre sonst am 4. Mai ausgelaufen.

Befristet gilt nun weiter, dass Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen wegen leichter Atemwegserkrankungen für bis zu sieben Kalendertage auch telefonisch zu bekommen sind. Dies kann ebenfalls per Telefon um weitere sieben Tage verlängert werden. Der Bundesausschuss kündigte an, rechtzeitig vor den 18. Mai 2020 über eine mögliche erneute Verlängerung zu entscheiden.

Hintergrund ist, Ansteckungsmöglichkeiten zu verringern und Praxen zu entlasten. Der Deutsche Hausärzteverband hatte gefordert, die Sonderregelung mindestens bis Ende Juni zu verlängern.

Mehr als 200 rumänische Arbeiter auf Schlachthof positiv auf Coronavirus getestet

10.13 Uhr: Mehr als 200 rumänische Arbeiter eines Schlachthofs im baden-württembergischen Birkenfeld haben sich nach Angaben der Regierung in Bukarest mit dem Coronavirus infiziert. Bei ihnen handle es sich nicht um Saisonarbeiter, sondern um Beschäftigte von Subunternehmen des deutschen Fleischbetriebs, teilte das Außenministerium am Dienstag mit. Insgesamt seien in dem Schlachthof 500 Rumänen beschäftigt.

Neben den Rumänen seien noch rund hundert weitere dortige Arbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte das Ministerium ferner unter Berufung auf Angaben deutscher Behörden mit. Alle Infizierten befänden sich in Quarantäne. Die meisten hätten keine oder nur leichte Symptome.

Einen ersten Verdacht auf einen Corona-Ausbruch in dem Betrieb hatte es laut einem Bericht des "Schwarzwälder Boten" am 7. April gegeben. Ein in einer Gemeinschaftsunterkunft wohnender Mitarbeiter der Fleischfirma Müller habe damals die Polizei kontaktiert, weil es ihm so schlecht gegangen sei. Der Mann kam demnach ins Krankenhaus, zwei Tage danach lag das positive Testergebnis vor. Zehn seiner Mitbewohner seien dann ebenfalls positiv auf das Virus getestet worden. 

"Da ist es dann klar gewesen, dass es sich um ein großes Geschehen handelt", wurde die Leiterin des örtlichen Gesundheitsamts, Brigitte Joggerst, von dem Blatt zitiert. Anschließend fanden umfassende Tests unter den laut "Schwarzwälder Boten" insgesamt 1100 Mitarbeitern statt.

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Studie zu Corona-Impfstoff – erste Gruppe hat Wirkstoffdosen bekommen

11.57 Uhr: Die vor kurzem genehmigten deutschlandweit ersten Tests von Impfstoff-Kandidaten gegen das neue Coronavirus sind angelaufen. Seit dem Start am 23. April habe eine erste Gruppe von zwölf Teilnehmern mittlerweile in Deutschland Dosen erhalten, teilten das Mainzer Unternehmen Biontech und der Kooperationspartner Pfizer am Mittwoch mit. Insgesamt soll es im Rahmen der Studie zunächst Tests an rund 200 gesunden Menschen zwischen 18 und 55 Jahren geben, es handelt sich um eine sogenannte Phase I/II Studie. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hatte die Studie vor kurzem genehmigt, im Juni sollen erste Daten vorliegen. Sollten die ersten Tests positiv verlaufen, sollen mehr Probanden und auch Risikopatienten in die Prüfung einbezogen werden.

Tourismusbeauftragter: In diesem Jahr ist Heimaturlaub angesagt – Reisewarnung verlängert

11.54 Uhr: Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, geht davon aus, dass auf absehbare Zeit keine Fernreisen möglich sein werden. "Fernreisen werden sicherlich auf eine gewisse absehbare Zeit nicht stattfinden", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im Radiosender Bayern 2. "Wir hoffen zwar, dass, wenn die Gesundheit es zulässt, die Reisebeschränkungen Schritt für Schritt wieder zurückgenommen werden können und wir wenigstens in Europa jetzt schnell wieder reisen können. Aber das ganze geht wirklich nur langsam voran und ich glaub, dass dieses Jahr wirklich Heimaturlaub angesagt ist."

Die Bundesregierung hat derweil die weltweite Reisewarnung für Touristen wegen der Coronavirus-Pandemie bis mindestens 14. Juni verlängert. Ein entsprechender Vorschlag des Auswärtigen Amts wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch vom Bundeskabinett angenommen. Damit sind die Pfingstferien in einzelnen Bundesländern, aber noch nicht die Schulferien im Sommer betroffen, die erst ab 22. Juni beginnen. Clara Margais/dpa

Das Auswärtige Amt begründete die Verlängerung in der Kabinettsvorlage damit, dass "weiterhin mit starken und drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr und weltweiten Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen" sei. Die Reisewarnung gelte "bis auf weiteres fort, vorerst bis einschließlich 14. Juni 2020".

Bundesaußenminister Heiko Maas hatte am 17. März die Reisewarnung für alle touristischen Reisen ins Ausland ausgesprochen – ein beispielloser Schritt. Bisher gab es solche Warnungen nur bei einer Gefahr für Leib und Leben, vor allem für Kriegsgebiete wie Afghanistan oder Syrien. Eine Reisewarnung ermöglicht eine kostenlose Stornierung von bereits gebuchten Reisen.

CSU-Generalsekretär warnt vor "einfachen Lösungen" in Lockerungs-Debatte

10.54 Uhr: Der Generalsekretär der CSU, Markus Blume, warnt in der Debatte über Lockerungen der Corona-Auflagen vor „einfachen Lösungen“. Es gehe um „hochkomplexe“ Fragen und ein „hochgefährliches“ Virus, sagte er vor Journalisten. Bayern und die CSU setzten auf „Vorsicht und Umsicht“. 

Gemeldete Coronavirusfälle in Deutschland (klicken Sie auf Ihr Bundesland)

 
 

Veto gegen Maskenpflicht an Schulen – Antrag bei Gericht

10.11 Uhr: Die Maskenpflicht im Unterricht an Jenas Schulen beschäftigt nun auch die Justiz. Eine Schule habe einen Eilantrag gegen die Einführung gestellt, sagte ein Sprecher des Verwaltungsgerichts in Gera. Eine Stellungnahme der Stadt erwarte das Gericht am Mittwoch, mit einer Entscheidung sei Anfang kommender Woche zu rechnen. dpa/Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa-tmn Alternativ zur Maske kann es eventuell ausreichen, Mund, Nase und Wangen mit einem Schal oder Tuch zu bedecken – das nennen einige Bundesländer explizit als Alternative.

Laut Allgemeinverfügung der Stadt gilt ab 4. Mai eine Maskenpflicht an Jenaer Schulen – auch im Unterricht. Damit müssen die Schüler einen Mund-Nasen-Schutz auch in den Pausen und bei Wechsel eines Raumes tragen. Nur im Freien, etwa bei Pausen auf dem Schulhof, brauchen die Schüler die Masken nicht tragen.

Die Vorgaben der Landesregierung sehen dagegen keine Maskenpflicht im Unterricht vor. Die Schüler sollen die Nasen- und Mund-Bedeckungen aber in den Pausen und beim Raumwechsel tragen. Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) hatte den Alleingang der Stadt kritisiert. Er führe zu Verunsicherung, sagte Holter.

Bericht: Bundesregierung will Reisewarnung bis Mitte Juni verlängern

09.10 Uhr: Die Bundesregierung will die weltweite Reisewarnung wegen der Coronavirus-Pandemie einem Bericht zufolge bis Mitte Juni verlängern. Das berichtete der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf einen entsprechenden Beschlussvorschlag, den das Auswärtige Amt (AA) kurz vor der Kabinettssitzung unter den Bundesministerien abgestimmt habe. Demnach heiße es in der Beschlussvorlage, die bisher gültige Reisewarnung gelte "bis auf weiteres", mindestens aber bis Mitte Juni. Vor diesem Datum solle die Lage noch einmal neu bewertet werden, dazu wolle man sich vor allem mit den EU-Nachbarn eng abstimmen. Die Verlängerung soll laut "Spiegel" an diesem Mittwoch vom Kabinett verlängert werden, mindestens bis zum 14. Juni. dpa/Kay Nietfeld/dpa Laut Außenminister Heiko Maas können Urlauber nicht damit rechnen, dass die Reisewarnung bald aufgehoben wird.

Dem Bericht zufolge lässt das Papier aus dem Auswärtigen Amt allerdings offen, ob Urlaubsreisen während der Sommerferien möglich sein werden, die in manchen Bundesländern schon Ende Juni beginnen. Wer allerdings über Pfingsten Ende Mai eine Auslandsreise gebucht habe, könne diese jetzt stornieren und sich auf die Reisewarnung berufen.

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Die Reisewarnung werde damit begründet, dass in den nächsten Wochen keine normalen Reisen ins Ausland möglich seien, hieß es weiter. Laut dem AA sei weiterhin mit drastischen Einschränkungen im internationalen Luftverkehr und weltweiten Einreisesperren oder Quarantäneregelungen zu rechnen. Mit der Reisewarnung wolle man zudem die weitere Ausbreitung des Virus minimieren und vermeiden, dass deutsche Urlauber erneut massenhaft im Ausland stranden.

In Deutschland galt die weltweite Reisewarnung für Touristen zunächst bis zum 3. Mai. Die Grenzen zu den Nachbarländern dürfen abgesehen vom Warenverkehr nur noch von Berufspendlern oder Menschen mit einem anderen dringenden Grund passiert werden. Touristische Auslandsreisen sind untersagt. Außenminister Heiko Maas hat mehrfach deutlich gemacht, dass sich bisher keine Änderung dieser Situation abzeichnet: "Eine normale Urlaubssaison mit vollen Strandbars und vollen Berghütten wird es diesen Sommer nicht geben können." Auch im Inland sind derzeit noch keine Urlaubsreisen möglich, die Hotels sind geschlossen.

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