Gesundheit

WHO-Regionaldirektor sieht noch kein Pandemie-Ende

Gesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet mit einer neuen Corona-Winterwelle und rügt die Bundesländer. Der sinkende Trend bei der Corona-Inzidenz stockt derzeit. WHO-Regionaldirektor sieht noch kein Ende der Pandemie. Alle aktuellen Nachrichten finden Sie im Corona-Ticker auf FOCUS online.

News zu Corona vom 05. Dezember 2022

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15 Corona-Impfschäden in Niedersachsen anerkannt – Keine in Bremen

07.04 Uhr: Seit Beginn der Schutzimpfungen gegen das Coronavirus vor fast zwei Jahren sind in Niedersachsen bislang 15 Impfschäden anerkannt worden, in Bremen gibt es keinen Fall. Das teilten die zuständigen Behörden auf Anfrage mit. Demnach wurden in Niedersachsen beim zuständigen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie bis November 386 Anträge auf Anerkennung eines Impfschadens im Zusammenhang mit Corona-Impfungen gestellt. In Bremen gingen nach Angaben des Sozial-Ressorts beim Amt für Versorgung bis Ende Oktober 38 Anträge ein. Wer einen dauerhaften gesundheitlichen Schaden durch eine empfohlene Impfung erleidet, hat Anspruch auf Versorgung nach Regeln des Bundesversorgungsgesetzes. Dafür muss die Gesundheitsstörung als Impfschaden anerkannt sein.

Die Anträge machen nur einen Bruchteil der insgesamt verabreichten Impfungen aus. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Niedersachsen bislang rund 19,3 Millionen Impfungen verabreicht worden, in Bremen 1,8 Millionen. Rund 6,4 Millionen Niedersachsen sind mindestens einmal geimpft. In Bremen sind es rund 621 000.

Die geltend gemachten gesundheitlichen Schäden sind nach Angaben der Behörden vielfältig. Demnach reicht die Bandbreite von allgemeiner Schwäche, Konzentrationsstörungen, Schlaflosigkeit, Migräne und schmerzhaften Rötungen bis hin zu Schlaganfällen und Lungenembolien. In Bremen wurden drei Anträge von Hinterbliebenen gestellt. Das niedersächsische Landesamt für Soziales kann keine Angaben machen, ob Betroffene oder Hinterbliebene die Anträge stellten.

Für die Anerkennung reicht laut den Behörden, wenn ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der Impfung und dem Schaden „wahrscheinlich„ sei. Es muss also nicht nachgewiesen werden, dass der Schaden ausschließlich durch die Impfung entstanden sein kann. “Geprüft wird zunächst, ob es einen engen zeitlichen Zusammenhang zwischen dem erstmaligen Auftreten einer Gesundheitsstörung und der Impfung gibt“, teilte ein Sprecher des Bremer Sozial-Ressorts mit. Außerdem werten Ärztinnen und Ärzten die Gesundheitsdaten und wissenschaftliche Studien aus. Sie prüfen auch, ob eine Gesundheitsstörung bei Menschen nach einer Impfung häufiger auftritt als bei Menschen ohne Impfung.

Als Hauptgrund für die Ablehnung der Anträge führt das niedersächsische Landesamt an, dass Zusammenhänge zwischen Impfungen und den geltend gemachten Gesundheitsstörungen meist fehlten. In einigen Fällen würden Anträge auch abgelehnt, da Unterlagen oder Gutachten fehlten, teilte die Bremer Sozialbehörde mit.

Insgesamt sind anerkannte Impfschäden, etwa auch nach anderen Impfungen wie etwa Masern, gering. In Bremen gibt es zurzeit 15 Fälle, in denen ein Impfschaden anerkannt ist. In neun Fällen davon liegt die Impfung mehr als 40 Jahre zurück. In Niedersachsen wurden vor der Corona-Pandemie 2019 zuletzt 15 Anträge gestellt, keiner wurde bewilligt.

Bayerns Gesundheitsminister Holetschek will keine Maskenpflicht in Zügen

Montag, 05. Dezember, 00:01 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach aufgefordert, bei der Maskenpflicht im Fernverkehr von seiner „Basta-Mentalität“ abzurücken. „Ich sehe in der Eigenverantwortung das Leitmotiv dieser späten Corona-Phase. Deswegen rechne ich damit, dass wir im ÖPNV auf die Maskenpflicht verzichten werden, sobald dies sinnvoll ist“, sagte Holetschek dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vor der Gesundheitsministerkonferenz der Länder an diesem Montag. Wenn dem Bundesgesundheitsminister an einer einheitlichen Regelung gelegen sei, „dann sollte er sich zunächst an seine eigene Nase fassen und von seiner Basta-Mentalität in Bezug auf die Maskenpflicht im Fernverkehr abrücken“, erklärte Holetschek. Die Gesundheitsministerkonferenz findet an diesem Montag digital statt.

Holetschek verwies darauf, dass die Corona-Maßnahmen nie auf Dauer angelegt waren: „Die Schutzmaßnahmen der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung dienen zur Bewältigung der Corona-Pandemie. Diese Verpflichtungen haben wir in einer Ausnahmesituation geschaffen.“ Man werde diese verpflichtenden Maßnahmen nicht allein deshalb fortführen, weil andere, regelmäßig auftretende Krankheiten das Gesundheitssystem belasten. Dem CSU-Politiker ist es vor allem wichtig, von der Pflicht abzurücken. „Klar ist aber auch: Mit Blick auf andere Infektionskrankheiten der Atemwege halte ich eine klare Maskenempfehlung  im ÖPNV auch nach einem Ende der Maskenpflicht weiterhin für sinnvoll.“

WHO-Regionaldirektor sieht Ende der Pandemie noch nicht erreicht

Sonntag, 04. Dezember, 05.12 Uhr: Aus Sicht des Europadirektors der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist das Ende der Corona-Pandemie noch nicht erreicht. Man befinde sich in einer günstigeren Phase als je zuvor, aber dies sei immer noch eine Pandemie, sagte Hans Kluge der Deutschen Presse-Agentur. Doch auch er sehe Anzeichen, dass man gerade in eine neue Phase der Pandemie eintrete. Als Gründe nannte Kluge die leichtere Übertragbarkeit und geringere Krankheitsschwere der dominierenden Omikron-Variante in Verbindung mit der höheren Immunität der Bevölkerung.

Der Epidemiologe Hajo Zeeb sieht Deutschland am Übergang zur Endemie. Dabei bedeute endemisch, dass das Virus sich bei uns eingenistet habe und nicht mehr weggehe. „Ob wir die endemische Lage erreicht haben, wird sich endgültig erst nach dem Winter beantworten lassen“, sagte Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen. Zugleich warnte er davor, den endemischen Zustand zu unterschätzen. Endemie bedeute nicht: „Jetzt ist alles vorbei, jetzt können wir uns zurücklehnen.“ Auch im endemischen Zustand könne das Gesundheitssystem durch Corona stark beansprucht werden. „Wir müssen weiterhin aufpassen, Maßnahmen beibehalten, schnell reagieren und es nicht wieder zu einer Pandemie werden lassen.“

Zwei Millionen ungeimpfte Italiener müssen 100-Euro-Strafe zahlen

12.10 Uhr: Ab dem 01. Dezember müssen knapp zwei Millionen ungeimpfte Italiener 100 Euro Strafe zahlen, weil sie sich trotz der Impfpflicht nicht haben impfen lassen. Etwa 1,9 Millionen Italiener müssen diese Strafe zahlen, berichtet „der Standard“. Die ungeimpfte Personen, für welche die Impfpflicht gilt, hatten eine sechsmonatige Frist, um sich impfen zu lassen oder zu rechtfertigen, warum sie sich nicht haben impfen lassen.

Betroffen sind Menschen aus bestimmten Berufsgruppen sowie Italiener, die über 50 Jahre alt sind. Wer nicht erklären kann, warum er nicht dreimal geimpft ist, muss eine Strafe für 100 Euro zahlen. Zwar hat die Rergierung unter Meloni die Impfpflicht für das Gesundheitspersonal in Krankenhäusern bereits aufgehoben, die Geldstrafe hat sie trotz aller Gerüchte jedoch noch nicht aufgehoben. Erst am Donnerstagabend entschied das italienische Verfassungsgericht, dass die eingeführte Impfpflicht rechtskonform gewesen sei. Bereits im vergangene Jahr hat Meloni einen Kurswechsel bei der Corona-Politik gefordert.

RKI registriert 27.841 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 207,0

Samstag, 03. Dezember, 05.13 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 207,0 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 205 gelegen (Vorwoche: 189,5; Vormonat: 289,6). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 27 841 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 24 687) und 89 Todesfälle (Vorwoche: 107) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 36 557 861 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

RKI registriert 30 420 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 205,0

Freitag, 02. Dezember 2022, 08.31 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagmorgen mit 205,0 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 201,9 gelegen (Vorwoche: 190,8; Vormonat: 279,1). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 30 420 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 30 016) und 166 Todesfälle (Vorwoche: 274) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 36 530 020 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Sinkender Trend bei Corona-Inzidenz stockt

19.23 Uhr: Der abnehmende Trend bei den gemeldeten Corona-Fällen in Deutschland ist laut Robert Koch-Institut (RKI) zunächst gestoppt. Bundesweit sei die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche im Vergleich zur Vorwoche gleich geblieben, heißt es im RKI-Wochenbericht zur Entwicklung der Corona-Pandemie vom Donnerstagabend. In der Woche zuvor war die Corona-Inzidenz im gleichen Zeitraum noch um 17 Prozent gesunken.

Allerdings liefern die Inzidenzen nur ein unvollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus. Die meisten Ergebnisse des Berichts beziehen sich auf die vergangene Woche. Die Zahl der Krankenhausbehandlungen von Menschen mit einer schweren akuten Atemwegsinfektion und COVID-19 ging ebenfalls nicht weiter zurück.

Neben Corona belasten derzeit auch andere Krankheiten das Gesundheitssystem. „Der Infektionsdruck ist im Herbst in allen Altersgruppen generell hoch, da auch die Verbreitung von akuten Atemwegsinfektionen durch den häufigeren und längeren Aufenthalt in Innenräumen schlechter zu verhindern ist“, schreibt das RKI.

Die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) in Deutschland ist nach Daten der Online-Befragung „GrippeWeb“ im Vergleich zur Vorwoche nochmals gestiegen. In der vergangenen Woche lag sie laut RKI bei etwa 8,2 Millionen – und damit deutlich über dem Bereich der Vorjahre. Gründe für Arztbesuche wegen einer akuten Atemwegsinfektion sind demnach Influenzaviren, das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) und zu einem geringeren Anteil das Coronavirus.

Impfquoten bei Kindern trotz Pandemie leicht gestiegen

18.38 Uhr: Die Impfquoten bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland sind 2020 und 2021 trotz Corona-Pandemie leicht angestiegen. Damit sei ein gefürchteter negativer Effekt der Pandemie ausgeblieben, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag mit.

Das RKI bezog sich bei der Auswertung auf Daten aus den Schuleingangsuntersuchungen und Abrechnungsdaten der

Kassenärztlichen Vereinigungen. Betrachtet wurden alle von der Ständigen Impfkommission (Stiko) empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Jugendliche – darunter Diphtherie, Tetanus, Rotavirus, Masern, Röteln und Pneumokokken.

Der seit 2020 verpflichtende Nachweis einer Masern-Immunität für Kita- und Schulkinder hatte laut RKI einen positiven Effekt auf die Impfquote. „Die Masernimpfquoten sind in den Jahren 2020 und 2021 insbesondere im jungen Kindesalter angestiegen“, schreibt die Behörde. „Grund hierfür könnte das Inkrafttreten des Masernschutzgesetzes im März 2020 sein.“

Insgesamt liegen die Impfquoten bei den meisten der seit mehr als 20 Jahren empfohlenen Impfungen laut RKI „zum Zeitpunkt der Schuleingangsuntersuchungen auf einem guten Niveau“. Allerdings zeigten die aktuellen Analysen auch, dass es wie in den Vorjahren weiterhin Defizite beim Impfen gebe, teilte das RKI mit. „Kinder in Deutschland werden oftmals zu spät oder nicht vollständig geimpft.“ Einige Kinder erhielten manche Impfungen gar nicht. So würden bei keiner Impfung national oder international gesetzte Ziele erreicht.

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